Alltag im Hospiz
Erfrischende Routinen im Hochsommer
Mit etwas Verspätung ist sie nun da – die große Sommerhitze. Während es durch die Presse geht, dass es in Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen oftmals an jeglicher Art von Hitzeschutz mangelt, trifft dies glücklicherweise auf die Villa Auguste nicht zu. Sowohl am Altbau als auch an den Erweiterungsbauten gibt es Schattenvorrichtungen. Mit dem Neubau wurde die Terrasse direkt am idyllischen, historischen Garten mit Springbrunnen noch deutlich erweitert.
Es gibt etliche schattige Plätzchen in unserem Garten dank der alten Bäume und Büsche. Zudem ist dieser mit der Schließung der Baulücke zu einer echten Enklave geworden, mit weniger Straßenlärm und Zugluft. Zentrum ist der plätschernde Brunnen, ein beliebter Ort der Entspannung und zuweilen sehr verlockend, um die Beine baumeln zu lassen. Für manche wird es zum täglichen Ritual, dort ein paar Runden zu drehen. Zusammen mit der großen Terrasse ist der Garten in dieser Jahreszeit unser zweites, gut besuchtes Wohnzimmer. Hier wird Pause gemacht, sich getroffen, erzählt und nicht selten auch gegessen. Wenn dort für das gesamte Haus gegrillt wird, ist das ein schöner Höhepunkt, wenn es sich Hospizgäste und Mitarbeitende gemeinsam schmecken lassen... Auf der großen Terrasse mit neuen Gartenmöbeln weht auch bei Hitze immer noch ein laues Lüftchen und zusätzlichen Schatten spendet die ausfahrbare Markise.
Das beschwingte Akkordeonspiel war ein Open Air Musikangebot dank Life Music Now Leipzig e.V. und brachte im Rahmen der monatlichen Veranstaltungsreihe „Musik im Hospiz“ Reihe den Alltag zum Klingen.
Selbstgemachtes, köstliche Eis in immer neuen Kreationen wird sehr gerne angenommen. Und eine Eiswürfelmaschine ist ebenfalls vorhanden und bei Hitze äußerst praktisch. Ganz nach Wunsch und Bedarf bieten unsere Schwestern und Pfleger erfrischende Routinen an. Das kann eine mit den Vorlieben des Einzelnen abgestimmte Aromatherapie mit Zitrusölen sein, etwa über einen Diffuser, oder Waschungen mit Pfefferminztee oder eine Mundpflege mit, zum Beispiel, Zitronensorbet. Kurzum, Ausprobieren was guttut gehört bei einer kreativen Bezugspflege wie sie in der Villa Auguste zur Anwendung kommt, zum Alltag.

Besondere Höhepunkte sind die Fahrten mit der Fahrrad-Rikscha, die dank der Leipziger Bürgerstiftung und deren Initiative „Radeln ohne Alter“ im Wochentakt stattfinden können. Besonders verdient macht sich dabei unser ehrenamtlicher Rikscha-Chauffeur Walter Steinmetz aus Zwenkau, der extra dafür jeden Donnerstag-vormittag ins Haus kommt. Da unsere ehrenamtlicher Alltagsbegleiter vom Tageshospiz Frank Pätzold inzwischen ebenfalls den Rikscha-Führerschein ablegen konnte, kann dieses bei den Hospizgästen äußerst beliebte Angebot nun noch zuverlässiger stattfinden. 


